Kapitel 03 · Zahlen & Fakten
Das Gebirge in Zahlen
Höhenstufen, Temperaturen, Achttausender – und die Frage, warum uns ab 2.500 Metern der Kopf schmerzt.
Ein Gebirge ist ein Stapel von Klimazonen. Wer 3.000 Meter aufsteigt, reist klimatisch von Rom nach Spitzbergen.
Meter misst der Mount Everest über dem Meeresspiegel
Grad kälter wird es mit jedem hundert Metern Höhe
Achttausender gibt es weltweit, alle im Himalaya und Karakorum
Zentimeter wächst der Himalaya jedes Jahr
Prozent weniger Sauerstoff atmet man auf 5.500 Metern
Prozent der Landfläche der Erde sind Gebirge
Höhenstufen
Vier Welten übereinander
bis 1.000 m
Hügelstufe
Laubwald, Äcker, Dörfer. Hier leben in den Alpen neun von zehn Menschen.
1.000–2.000 m
Bergwald
Fichte, Lärche, Zirbe. Die Baumgrenze wandert mit dem Klima nach oben.
2.000–3.000 m
Alpine Matten
Kein Baum mehr, dafür Enzian, Murmeltier und Steinbock. Nur vier Monate ohne Schnee.
über 3.000 m
Nivale Stufe
Fels, Firn und Eis. Flechten sind die einzigen Dauerbewohner.
Nachgefragt
Warum ist das so?
Der Luftdruck sinkt, und mit ihm die Menge an Sauerstoff, die jeder Atemzug liefert. Der Körper reagiert mit schnellerem Atmen und Puls – die Blutgefäße im Gehirn weiten sich, das drückt. Wer langsam aufsteigt, gibt dem Körper Zeit, mehr rote Blutkörperchen zu bilden.
Die Luft wird von unten erwärmt: Der Boden nimmt Sonnenstrahlung auf und gibt sie an die Luft darüber ab. Mit der Höhe wird die Luft dünner und speichert weniger Wärme – im Schnitt 0,65 Grad weniger je hundert Meter.
Ja. Der Himalaya hebt sich rund einen Zentimeter pro Jahr, weil die Indische Platte weiter nach Norden drückt. Gleichzeitig tragen Wind, Wasser und Eis ab – Gipfelhöhe ist immer ein Wettlauf zwischen beidem.
Etwa jeder achte Mensch. Und die Hälfte der Weltbevölkerung ist auf Wasser angewiesen, das in Gebirgen gespeichert wird – als Schnee, Eis und in Flüssen, die dort entspringen.